Verkehrssicherung

an Baustellen im Straßenverkehr

Verkehrssicherung - Baustellenabsicherung

Die Verkehrssicherung an Baustellen nach RSA (Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen) hat die Aufgabe, Gefahren gegenüber Bauarbeitern und Verkehrsteilnehmern abzuwenden und Unfälle im Straßenverkehr zu vermeiden.

Sobald öffentlicher Verkehrsraum für Baumaßnahmen genutzt werden (Gehweg Teil- und Vollsperrungen, Radweg Teil- und Vollsperrungen, Fahrbahneinengungen, Fahrbahnsperrungen, etc.), muss der Verkehr entsprechend der aktuellen StVO alternativ geführt und sicher umgeleitet werden.

So ist zur Verkehrssicherung besonders zu berücksichtigen:

  • Verkehrsführung Fußgänger mit Berücksichtigung Rollstuhl, Rollator,...

  • Verkehrsführung Radfahrer

  • Verkehrsführung KFZ

  • Verkehrsführung LKW/ Schwertransporte (Schleppkurven)

  • Sicherheit der Bauarbeiter vor dem fließenden Verkehr

  • Die Zufahrtsmöglichkeit für Feuerwehr, Polizei, Rettungskräfte, Müllabfuhr und den Anwohnern.

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) fordert hierzu eine verkehrsrechtliche Anordnung durch die jeweilige Straßenverkehrsbehörde. Für den Antrag auf VAO/ Strassenplatzbenutzung ist ein Antragsteller, ein Bauleiter und ein nach MVAS 99 zertifizierter Verantwortlicher für die Verkehrssicherung zu benennen - außerdem ist ein Verkehrszeichenplan je Baustufe (BS) bzw. Bauabschnitt (BA) einzureichen. Sprich: der Antragsteller zahlt die Gebühren für die Anordnung samt Straßenplatzbenutung je Tag pro m2, der Bauleiter sowie der Verantwortliche der Verkehrssicherung sind Tag und Nacht mobil erreichbar.

Entspricht ihr Verkehrszeichenplan den Anforderungen, erteilt die Behörde die erforderliche verkehrsrechtliche Anordnung (VAO). Ändert sich die Situation an der Baustelle ist ein neuer VZ-Plan einzureichen.

Übrigens: Ein Regelplan reicht selten aus. Die Baustellenabsicherung ist auf die jeweilige örtliche Verkehrssituation abzustimmen.

Zur Verkehrs- und Baustellensicherung werden die genehmigten Verkehrszeichen, Absperrschrankengitter, Baken, Warnleuchten und Ampeln (Lichtsignalanlagen - LSA; Neue Bezeichnung: Lichtzeichenanlagen - LZA) aufgestellt - Markierungen angebracht - und von der Straßenverkehrsbehörde (StVB) abgenommen.

An Arbeitstellen längerer Dauer muss die Einhaltung der Verkehrssicherung laut VZ-Plan durch Kontrollen sichergestellt werden. Nach MVAS 99 /ZTV-SA mindestens zweimal täglich und an Sonn- und Feiertagen einmal täglich (Nach einem Unwetter sofort).

Auszug: Derjenige, der eine Gefahrenquelle schafft oder unterhält, hat die Pflicht, die notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, um Schäden anderer zu verhindern. Die rechtlich gebotene Verkehrssicherung umfasst diejenigen Maßnahmen, die ein umsichtiger und verständiger, in vernünftigen Grenzen vorsichtiger Mensch für notwendig und ausreichend hält, um andere vor Schäden zu schützen. Es geht also nicht darum, jeder abstrakten Gefahr vorzubeugen. Nicht jedes Unglück im Zusammenhang mit der Verkehrssicherung ist somit Unrecht. Es geht darum, dass ein Grad an Sicherheit gewährleistet ist, dem die in dem jeweiligen Bereich entsprechende Verkehrsauffassung für erforderlich hält. Passiert dennoch ein Unglück, handelt es sich um ein allgemeines Lebensrisiko und nicht um eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht, die zu einem Schadensersatzanspruch führt. 

Bauunternehmen, Architekten, Städte, Gemeinden, Veranstalter, Investoren und viele mehr finden hier professionelle Unterstützung bei der Einholung der verkehrsrechtlichen Anordung (Genehmigung) zur Durchführung ihrer Baumaßnahmen/ Veranstaltungen hinsichtlich der StVO.

Beratung Verkehrssicherung

Sie sind neu oder nicht vom Fach und verstehen nur Bahnhof? Gerne berate ich Sie bei Ihrem Vorhaben und den Anforderungen der Behörden.

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